Allgemein: Die große Herausforderung im Bürgerlichen Recht ist sicher die schriftliche Prüfung, darauf sollte der Fokus beim Lernen gerichtet sein. Ich würde empfehlen, am Anfang den PSK gründlich durchzuarbeiten. Mir haben die Wiederholungsfragen am Ende der Kapitel dabei sehr geholfen.
Zur Vertiefung in den Gebieten, die im PSK weniger genau behandelt werden, würde ich dann die Verlag-Österreich Reihe empfehlen. Gerade im Sachenrecht ist das sicher sinnvoll.
Ich würde aber mit dem PSK anfangen, weil dieser der schnellste Weg zu einem Niveau ist, auf dem man gut Prüfungsfälle üben kann. Und die Vorbereitung auf das Fallösen ist eben das Um und Auf im Bürgerlichen Recht. Auch die AG zur Fallösung und die Übungen sind sehr empfehlenswert. Vor der Prüfung sollte man dann noch das Repetitorium für den letzten Feinschliff besuchen.
Ich persönlich habe von März bis Oktober gelernt (mit einem Monat Pause im Sommer), bevor ich das Erste Mal angetreten bin. Geschafft habe ich die Prüfung aber erst bei meinem zweiten Antritt im November, hauptsächlich weil ich bei der Falllösung zu langsam war. Je nach Tempo und sonstigen Verpflichtungen abseits des Studiums sollte man jedenfalls 6-12 Monate für die Prüfung einplanen.
Schriftliche Prüfung: Wie bereits gesagt, sollte hier der Fokus liegen. Beim Lernen sollte man viel mit Fallbüchern üben, gerade das JAP-Heft mit alten Diplomprüfungen ist sehr empfehlenswert. Davor/daneben sollte man allerdings die AG und eine Übung zum Erlernen der Methoden für die Fallbearbeitung besuchen. Nur so lernt man, wie man beim Bearbeiten von Fällen vorgehen muss und mit welchem Ablauf man selbst die besten Ergebnisse erzielt. Dabei muss man den Spagat zwischen einem sehr schnellen Arbeitstempo und vollständiger und präziser Bearbeitung so gut wie möglich hinbiegen😉.
Die schriftliche Prüfung in der Niedermayr/Koch/Nemeth-Kombo mag vielleicht leichter sein als bei gewissen anderen Prüfern (Vonkilch/Häublein/Walch), aber geschenkt wird einem sicher nichts. Durchfallquoten von über 50% sind bei allen Prüfer-Kombis vorprogrammiert.
Mündliche Prüfung: Wenn man schriftlich dann einmal geschafft hat, sollte die mündliche Prüfung kein allzu großes Hindernis mehr sein. Prof Niedermayr ist als Prüferin sehr empfehlenswert, das Prüfungsklima ist sehr angenehm und sie erzeugt keinen unnötigen Zusatzdruck. Das heißt natürlich nicht, dass man sich für die mündliche Prüfung bei ihr auf die faule Haut legen kann, geschenkt wird einem auch hier nichts.
Sie deckt mit ihren Prüfungsfragen auch alle Bereiche des Bürgerlichen Rechts ab, wobei man bei ihr sicher eher mit erbrechtlichen Fragen rechnen sollte, als bei anderen Prüfern.
Erfahrungsberichte mit Prüfer_innen
Erfahrungen der Studierenden im Diplomstudium Rechtswissenschaften
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