Erfahrungsberichte mit Prüfer_innen

Erfahrungen der Studierenden im Diplomstudium Rechtswissenschaften

Hier können Studierende ihre Erfahrungen im Diplomstudium mitteilen. Es werden alle möglichen Informationen, z.B. welche Bücher für das Fach gelernt wurden, wie die Vorlesungen empfunden wurde, wie lange man für die Prüfung ca. gelernt hat oder wie die Prüfungssituation bei den Professoren war, geposted.

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Europarecht/Prof. Obwexer schrieb am 9. Mai 2023
Prof. Obwexer hat in meinem Fall 4 Studenten gleichzeitig geprüft. Es kommt einer nach dem anderen dran, jeder bekommt 3 Fragen, die letzte Frage war meistens ein kurzer Fall aus dem Bereich der Grundfreiheiten. Er prüft den Stoff nicht nur oberflächlich, um seine Note abzusichern sollte man vor allem den Stoff verstehen und verknüpfen können, dafür verzichtet er auf sinnlose Details die man sowieso im Kodex nachschlagen kann bzw. die unnötig zu wissen sind, z.B. irgendwelche Fristen oder wortwörtliche Definitionen von EuGH-Urteilen. Besonders bei den Grundfreiheiten verlangt er nicht, dass man die Formeln auswendig weiß, man muss aber sehr wohl deren Zweck verstehen und erklären können. Genauso ist er kein Freund des Schemata auswendiglernens z.B. bei der Prüfung von Grundfreiheiten oder der Rechtsbehelfe, er verlangt dass man die notwendigen Punkte prüft, die Einhaltung der Schemata aus dem Lehrbuch Schröder sind ihm aber egal. Ein augenöffnender Moment war für mich hierbei das Rep, in dem er mehrfach erklärt hat auf was es bei ihm ankommt. Ich habe ca. ein Monat gelernt, wobei ich bis zur letzten Woche vor der Prüfung nur gemütlich das Lehrbuch durchgearbeitet hab um mich dann am Ende ordentlich hineinzuknien, theoretisch wäre es m.E. also leicht möglich innerhalb von 2 Wochen den Stoff durchzupauken, vorausgesetzt man macht nichts anderes als lernen-essen-schlafen! Als Prüfer war er angenehm, höflich und hat einem viel Zeit lassen. Man merkt, dass er versucht positive Noten zu vergeben, er hilft also auch gern mal etwas weiter. Man sollte sich allerdings seine Antworten genau überlegen, eine gute Note ist nämlich nicht allzu leicht zu erreichen bei Prof. Obwexer. Ich habe ein Befriedigend bekommen, einer der Prüflinge ein Nicht Genügend, wobei man hier sagen muss, dass er grundlegende Fragen nicht beantworten konnte (z.B. was ist die Staatshaftung). Eine Prüfungskandidatin konnte alle Fragen ausführlich beantworten, hat dann allerdings nur ein Gut erhalten, was m.E. schon recht streng benotet war. Fazit: Angenehmer Prüfer, eine positive Benotung ist leicht zu erreichen wenn das Grundwissen und Verständnis halbwegs vorhanden ist, eine gute Note wird aber nicht verschenkt! Somit kann ich Prof. Obwexer nur empfehlen!
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